Vorstellung Dipl.-Psych. F. Hänke - von Gehlen

Therapieabsprachen und "Rahmen" der Psychotherapie

Die psychotherapeutischen Sitzungen finden in unseren Praxisräumlichkeiten statt. Der Therapievertrag besteht nur mit dem Psychotherapeuten Florian Hänke und nicht mit den Kollegen. Neben dem ersten Kennenlernen und der Erprobung, ob die Beantragung einer Psychotherapie das richtige für Sie ist und ob "die Chemie stimmt" dienen diese Sitzungen der eingehenden Diagnostik der Symptomatik und des Beschwerdebilds mithilfe verschiedener Fragebögen und Tests. Es müssen daher auch einige "Formalitäten" gemeinsam erledigt werden. Vor dem Erstgespräch gebe ich Ihnen einen Fragebogen "Patienten- und Therapiedaten" sowie den "Fragebogen zum Erstkontakt." Zudem erhalten Sie die "Patienteninformationen für Psychotherapie." Ebenfalls im Erstgespräch ist es notwendig, eine Honorarausfallvereinbarung zu treffen. Sie bekommen zudem in den ersten Therapiesitzungen einen Fragebogen zu Ihrer Biographie. Während der probatorischen Sitzungen ist es zudem notwendig, dass Sie einen Facharzt für Psychiatrie oder ihren Hausarzt konsultieren und einen Konsilbericht anfertigen lassen für die Psychotherapie.  

 

Wichtige inhaltliche Information zu Beginn einer Psychotherapie 

Psychotherapie ist, wie alle medizinischen Heilverfahren, auf die Heilung, Linderung 
oder die Verhütung der Verschlimmerung einer Krankheit ausgerichtet. Anders als bei den meisten medizinischen Maßnahmen (Operationen, Medikation etc.) kommt es noch mehr auf die aktive Mitarbeit an, das heißt, wenn Sie zu uns kommen, sind Sie nicht in der Position, behandelt zu werden, sondern aktiv zu handeln.
Psychotherapie ist in unserem Sinne immer Hilfe zur Selbsthilfe. Psychische Störungen 
schränken in hohem Maße die persönliche Freiheit ein. Diese ganz oder teilweise wiederzuerlangen ist Ziel der Therapie.
Als Therapeut verpflichten ich mich, mit Ihnen nach bestem Wissen und Können auf dem jeweiligen Stand der Wissenschaft zu arbeiten, weiterhin mich persönlich so zu verhalten, dass wir frei und offen für die therapeutische Beziehung sind und in der Therapie auf Sie mit dem notwendigen Verständnis und gedanklicher Beweglichkeit eingehen können.

Mitarbeit

Wenn Sie sich entschließen eine Therapie aufzunehmen, so erfordert dies Ihre aktive Mitarbeit und die Bereitschaft über Ihr inneres Erleben zu sprechen - auch wenn es Ihnen manchmal schwer fällt, beschämend oder ängstigend erscheint. Der psychotherapeutische Prozess ist erfahrungsgemäß mit Höhen und Tiefen verbunden. Selbsterkenntnis und die Veränderung von Gewohnheiten des Denkens, Fühlens und Handelns kosten Anstrengung und sind mitunter auch mit einer zeitweiligen Intensivierung der Symptome verbunden

Selbstöffnung

In der Therapie ist es sehr wichtig, sich zu überlegen ob und wer aus dem Kreis ihrer Familie und Bezugspersonen darüber in Kenntnis gesetzt werden soll, dass Sie eine Psychotherapie machen. Hierüber können wir uns in der Therapie gerne Gedanken machen. Es ist wichtig, dass Sie im Rahmen der Therapie Ihre Befürchtungen, Vorurteile oder Ängste mir gegenüber in jedem Falle versuchen anzusprechen.

Therapieregelungen

Bei Therapiebeendigung, aber auch bei Therapieabbruch, ist der Psychotherapeut verpflichtet dieses - ohne weitere inhaltliche Angaben - der gesetzlichen Krankenversicherung mitzuteilen. Eine Therapieunterbrechung von mehr als einem halben Jahr ist bei einer Psychotherapie, die durch die gesetzliche Krankenversicherung finanziert wird, nur mit besonderer Begründung möglich. Wird diese nicht gegeben oder nicht anerkannt, so erlischt der Anspruch auf Psychotherapie- Kostenübernahme gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse in der Regel für den Zeitraum von zwei Jahren.

Dauer der Therapie

Die Therapie dauert zwischen 5-80 Sitzungen (Zeitraum zwischen 6 Wochen bis zu 2 Jahren). In der Regel werden wird eine Kurzzeittherapie beantragen und ggf. weitere Verlängerungsschritte. Das wird im Verlauf der Therapie eingehend zwischen Therapeut und Patienten besprochen.

Schweigepflicht

Der Psychotherapeut ist gegenüber Dritten schweigepflichtig und wird über den Patienten nur mit dessen ausdrücklichem, schriftlichem Einverständnis Auskunft an Dritte erteilen bzw. einholen.
Der Patient verpflichtet sich seinerseits zur Verschwiegenheit über andere Patienten, von denen er zufällig - z. B. über Wartezimmerkontakt - Kenntnis erhält.

Hier finden Sie das Merkblatt der Psychotherapeutenkammer Berlin für PatientInnen zur ambulanten Psychotherapie.

Feste Terminvereinbarung

Die psychotherapeutischen Sitzungen finden in der Regel, wenn nicht begründet anders vereinbart, einmal wöchentlich zu einem zwischen Patient und Psychotherapeut jeweils fest und verbindlich vereinbarten Termin statt.
Der Patient verpflichtet sich, die Behandlungstermine pünktlich wahrzunehmen und im Verhinderungsfalle rechtzeitig vor dem vereinbarten Termin, abzusagen bzw. absagen zu lassen. Dazu genügt eine schriftliche Mitteilung (Brief, Fax, Email) oder eine telefonische Absage (auch auf Anrufbeantworter).

Terminversäumnis/ Ausfallhonorar
Die Organisationen der psychotherapeutischen Praxis erfordert, dass Patienten die Termine einhalten. Da in psychotherapeutischen Praxen aufgrund der Zeitgebundenheit der psychotherapeutischen Sitzungen nach einem strikten Bestellsystem gearbeitet wird und zu jedem Termin nur ein Patient einbestellt ist, kann dem Patienten bei nicht Absage ein Bereitstellungs-honorar in Rechnung gestellt. Wenn ein Patient nicht zum vereinbarten Termin erscheint bzw. diesen kurzfristig abgesagt, kann der Therapeut diesen Termin in der Regel nicht mehr anderweitig vergeben. Der Therapeut hat also in dieser Zeit Verdienstausfall. Daher möchte ich Sie bitten Sitzungstermine, die sie nicht wahrnehmen können, mindestens 48 h vorher abzusagen (telefonisch, schriftlich oder persönlich). Wenn die Sitzung für Montag vereinbart ist, muss die Absage am vorausgehenden Freitag bis 18:00 Uhr vorliegen. Andernfalls wird unabhängig vom Grund der Verhinderung ein privat zu zahlendes Ausfallhonorar in Höhe des üblichen Behandlungshonorars fällig. Sofern es mir gelingt, kurzfristig abgesagte Termine anderweitig zu vergeben, kann ich auf das Ausfallhonorar verzichten.

Hier finden Sie das Merkblatt der Psychotherapeutenkammer Berlin zum Ausfallhonorar.

Vorzeitiges Therapieende

Wenn sie sich während einer laufenden Psychotherapie entscheiden, die Therape abzubrechen, sollte noch mindestens eine weitere Sitzung stattfinden, damit die Gründe, die zum Abbruch geführt haben, besprochen und überdacht werden können.  

Honoraranspruch

Unabhängig davon ob bzw. in welcher Höhe die Kosten für erbrachte Leistungen von Seiten der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung oder der Beihilfe erstattet werden, besteht ein vollständiger Honoraranspruch gegenüber dem Patienten für erbrachte Leistungen.

Suizidgedanken

Bei depressiven Patienten kommen Selbstmordgedanken vor. Sie verpflichten sich deshalb, mindestens während des Zeitraumes von Beginn bis zum Abschluss der ambulanten Psychotherapie keinen Suizidversuch zu unternehmen, sondern sich ggf. unverzüglich in stationäre Behandlung zu begeben, um kurzfristig und für die Dauer der akuten Gefährdung Schutz und Hilfe zu erhalten.


Die Selbstverpflichtung lautet:

„Hiermit versichere ich und verpflichte mich dem Therapeuten gegenüber ausdrücklich, dass ich mir bei Suizidgedanken nichts antun, sondern Hilfe und Schutz suchen werde. Ich versichere, dass ich mich weder absichtlich, noch durch Fahrlässigkeit etwas antun werde, egal was passiert und ganz gleich wie ich mich in dem Moment fühle. Wenn ich Gedanken an den Tod haben sollte, werde ich mich an die Notfallambulanz der nächsten psychiatrischen Klinik - egal zu welchen Tages- oder Nachtzeit - wenden, um Hilfe zu erhalten. Diese Verpflichtung gehe ich hiermit voll bewusst ein, um somit der Therapie und mir selbst eine faire Chance zu geben“.

 

 

 

Berufsausübungsgemeinschaft Dipl.-Psych. F. Hänke - von Gehlen und M.sc. Rebecca von Gehlen, Karl-Marx-Damm 60, 15526 Bad Saarow    Tel: 0160/6221914